Atopische Erkrankungen häufig gepaart mit Allergien
Die atopische Dermatitis (Synonyme: Neurodermitis atopica, endogenes Ekzem, atopisches Ekzem) manifestiert sich besonders im Kleinkindesalter und tritt chronisch-rezidivierend auf. Besonders gekennzeichnet ist sie durch starken Juckreiz und trockene Haut. Zusammen mit der Rhinitis allergica und dem allergischen Athma bronchiale gehört sie in den Formenkreis der Atopien. Diese Erkrankungen treten gehäuft in Kombination auf, d.h. Neurodermitiker haben oft auch Pollen- oder Nahrungsmittelallergien.
Es besteht eine multifaktorielle Vererbung; sowohl genetische Komponenten als auch Umweltfaktoren sind für das Entstehen der Erkrankung verantwortlich. Viele der Betroffenen stammen aus Familien, in denen mehrere Personen eine Atopie aufweisen. Die Neurodermitis tritt schubartig auf, Auslöser für diese Schübe können verschiedener Art sein, auch sind sie individuell unterschiedlich. Gesicherte Provokationsfaktoren sind: Klima, Jahreszeit (im Herbst und Winter gehäufte Schübe), Infekte, bestimmte Allergene, Nahrungsmittel und emotionale Faktoren. Eine große Rolle spielt das Immunsystem, das während eines Infektes oder einer Allergie geschwächt ist, in diesen Phasen ist auch die atopische Dermatitis schlechter.
Allergene und ihre Auswirkung auf die Neurodermitis
Allergien treten bei Neurodermitiker gehäuft auf. So sind es bei jedem andere Allergene oder Nahrungsmittel, die einen Schub auslösen. Neurodermitiker, die auch eine Pollenallergie aufweisen, haben in der entsprechenden Saison besonders viele Schübe, bei Nahrungsmittelallergien werden die Schübe bei Aufnahme des entsprechenden Lebensmittels ausgelöst. Dass das endogene Ekzem gehäuft in Kombination mit verschiedenen Allergien auftritt, belegt die gemeinsame atopische Anamnese und die genetische Komponente. Eine Vermeidung des Allergens oder eine Desensibilisierungstherapie lindert oft auch die Neurodermitis. Auch wenn die Hauterkrankung meist in der Pubertät zurückgeht, die Atopie und somit die Neigung, weitere Allergien zu entwickeln, bleibt bestehen.

